Sklaverei und sklavische Tendenzen im Heute

Mail-Art-Projekt 2010/11*  
ca. 80 KünstlerInnen international

Bild "Aktuell:CollageMailArt-web.jpg"

Vernissage am Freitag, 04.02.11 um 19 Uhr
(mit "Die Eckenschrecken")
Ausstellung bis 26.02.11, Do–Sa 15–19 Uhr (Finissage 19 Uhr)
Lesung/Performance "Die Stotterbühne" mit "Befreiungspoesie": Do, 17.02.11, 19 Uhr

in der Galerie R31, Reuterstr. 31, 12047 Berlin
geöffnet Do–Sa 15–19 Uhr


Vernissage am Freitag, 04.02.11 um 21 Uhr
Ausstellung bis 27.02.11, Mi–Mo ab 18 Uhr
Lesung/Performance "Die Stotterbühne" mit "Befreiungspoesie": Mo, 14.02.11, 21 Uhr
Mail-Art-Führungen: Mo, 21.02.11, 18-21 Uhr

in der Malena Bar, Reuterstr. 85, 12053 Berlin, www.myspace.com/malena_bar


* Ein Projekt von: Rainer Wieczorek (Mitwirkung: Ursula Kamischke u.v.a.m.)



Presseinformation

18.01.2011

Am 04.02.2011 wird eine Ausstellung von Mailart-Arbeiten zum Thema "Sklaverei und sklavische Tendenzen im Heute"
an zwei Veranstaltungsorten in der Reuterstraße eröffnet.

Im Frühsommer 2010 begann Rainer Wieczorek mit diesem Mailart-Projekt. Der schon lange in Neukölln lebende Künstler, Soziologe und DADAsoph verschickte an die 300 Aufrufe an KünstlerInnen und andere Menschen – eine Einladung, sich mit einem eigenen Werk zu beteiligen. Bisher erhielt er von über 70 Kunstschaffenden aus Berlin, Deutschland, Europa und Übersee an die 100 Arbeiten in den unterschiedlichsten Formaten und Techniken. Und es treffen immer noch Poststücke bei ihm ein.

Diese Briefe, Karten, Bilder, Collagen, Texte und kleinen Objekte werden nun mit der Unterstützung von Galerie R31, Malena Bar und einigen mithelfenden Menschen der Öffentlichkeit präsentiert. Außerdem gibt es zur Ausstellung noch ein kleines Begleitprogramm.

Mailart, wie sie der Initiator dieser Aktion versteht, ist eine zutiefst demokratische Kunstform, da die TeilnehmerInnen Technik und Format ihres Beitrags frei wählen können und ohne jede Jury alle eingesandten Arbeiten ausgestellt werden. Die EinsenderInnen erhalten als Dokumentation ihrer Arbeit eine Liste aller Teilnehmenden.

Eine solche Mailart-Aktion führt Rainer Wieczorek nun zum dritten Mal durch. Die Vorläufer waren 2008/9 "Armtum + Reichmut" (Ausstellung im Haus der Demokratie) und 2009/10 "Demokratie - aber wie" (Ausstellung im eigenen Produzentenraum).

PresseinfoMailArt-Feb2011-R31.pdf



Erläuterungen von Rainer Wieczorek

17.01.2011

Gut 300 Frauen und Männer, nicht nur aus der Kunst, wollte ich für dieses Projekt gewinnen. Sie alle bekamen einen Text (im Anhang) zugeschickt, zugebracht für das Mail Art Netzwerk.
Der Mail Art Künstler gestaltet seine Briefe, Karten, Objekte und es sind immer kleine Kunstwerke die einer da bekommt, im besten Fall ist jeder Brief ein gestaltetes Unikat und bei den Antworten fängt das eigentliche der Mail Art an, die Korrespondenzkunst. In der Übung des Dialogs, des demokratischen, da immer Juryfrei, liegt der Reiz, der eigentliche Kern der Mail Art. Wer die Qualität einer Mail Art in zwingende Konkurrenz etwa zur Bildnerei oder Schriftstellerei setzt und das möglicherweise auch noch an einzelnen Beteiligungen, hat ihr Wesen nicht begriffen. Das Netzwerk, ein kleines Universum, in dem nicht jeder Stern den anderen kennt, aber sich Sterne kennen lernen - dann ist das ein Korrespondierendes Projekt der Kunst, das durchaus den Kunstbegriff Erweitert und von hier aus die Sprache Erweitert.
Mail Art erweitert nicht nur im spekulativen Sinn die Sprache, sondern auch direkt nachvollziehbar, denn Briefe, Beteiligungen und ihr geschriebener, gezeichneter, gemalter, gestalteter Inhalt kam nicht nur aus Berlin, auch aus Schweden, China, USA, Hamburg, Belgien, Italien, Kassel, Krefeld, Mainz, Dresden, Nürnberg, Weilerswist, Kanada, Paris, Schwarzenberg-Neuwelt, Odental, Spanien, Niederlande, Hugelfink, Schweiz, Nuedingen, Annaberg-Buchholz, Jena, Lugau, Frankfurt am Main, Blankenhain, Brandenburg, Murnau, Diepholz, Wielenbach, Italien, Untersöchering, Boitzenburger Land, Minden, Kassel, Uruguay, Brasilien, Potsdam, Weilheim, Hofheim, Delitsch, Braunschweig, Kalletal und weitere Mail Art immerzu bis in die laufende Ausstellung hinein, ich häng's aus, zeig es irgendwie.

ErlaeuterungenMailart-RWieczorek.pdf
AufrufMailart-RWieczorek.pdf



Kontakt:

Galerie R31, Reuterstr. 31, 12047 Berlin
Tel. 695 98 231, R31@suchtkunst.de

Malena Bar, Reuterstr. 85, 12053 Berlin
www.myspace.com/malena_bar

Rainer Wieczorek, Reuterstr. 85, 12053 Berlin
www.rainerwieczorek.de


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